CSA: Speicher- und Fortschrittsverfolgung (nur On-Premise)

ccppmop1581
Verwenden Sie CSA zum Nachverfolgen der Systemleistung, zur Verwaltung der Zuordnungen des physischen Arbeitsspeichers auf jedem Server in einem Cluster, und um die Datenbankserver zu analysieren, um eine optimale Datenbankleistung sicherzustellen.
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Überwachen der Systemleistung
Sie können die Systemleistung mithilfe von CSA verfolgen. Sie können Daten auf
Classic PPM
-Servern erfassen und so lange speichern, bis sie analysiert wurden und in
Classic PPM
verschoben werden.
Funktionsweise von Fortschrittsverfolgungs-Sitzungen
  • Wenn eine Sitzung gestartet wurde, werden Aufrufe des
    Classic PPM
    -Servers oder Workstation-Servers verfolgt und aufgezeichnet. Die Daten werden analysiert, nachdem die Sitzung abgeschlossen ist. Sie können auf der Seite Fortschrittsverfolgung,
    auf der die einzelnen Sitzungen aufgeführt sind, auf die Analyseergebnisse zugreifen.
  • Für jeden Aufruf gibt die Analyse die Antwortzeiten in Millisekunden und die Datenmengen in Byte an.
  • Sie können eine neue Sitzung sofort starten, bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt starten, oder Sie können den Start für einen bestimmten Zeitpunkt planen.
  • Sie können die Dauer der Sitzung festlegen.
  • Es kann immer nur eine Sitzung im Status
    Daten werden erfasst
    gestartet werden.
  • Die Fortschrittsverfolgungs-Sitzung umfasst alle Dienste in einem Cluster. Während der Sitzung können Sie die Nachverfolgung für einzelne Dienste abbrechen.
  • Wenn eine Sitzung gestartet wurde, kann sie nicht neu gestartet werden - auch nicht, wenn die Sitzung angehalten wurde oder die Analyse abgeschlossen ist. Sie können auf der Eigenschaftenseite der Sitzung über die Schaltfläche "Speichern unter" die Einstellungen der Sitzung unter einem neuen Sitzungsnamen speichern und dann die neue Sitzung starten.
  • Sie können Daten für einzelne Benutzer nachverfolgen und aufzeichnen. Die Nachverfolgung einer hohen Anzahl von Benutzern kann sich auf die Systemleistung auswirken.
  • Sie können Daten von Ebene 1 bis 10 nachverfolgen. Je höher die Ebene, desto ausführlicher sind die Systeminformationen, die bereitgestellt werden. Wenn Sie die ausführlichste Ebene (10) für die Leistungsverfolgung auswählen, kann dies Auswirkungen auf die Systemleistung haben.
Erstellen von Fortschrittsverfolgungs-Sitzungen
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Klicken Sie unter "Fortschritt" auf "Fortschrittsverfolgung".
  3. Klicken Sie auf Neu.
  4. Füllen Sie die folgenden Felder aus:
    • Sitzung - Name
      Gibt den Namen der Sitzung an.
    • Beschreibung
      Beschreibt die Sitzung. Diese Information werden auf der Seite Fortschrittsverfolgung in der Liste der Sitzungen
      angezeigt.
    • Anfangsoptionen
      Geben an, wenn die Sitzung gestartet wird. Wenn Sie "Geplant" auswählen, verwenden Sie die Datumsauswahl, um das Anfangsdatum auszuwählen. Wählen Sie den Anfangszeit in Stunden und Minuten aus.
      Werte:
      "Sofort", "Auf Abruf", "Geplant".
    • Dauer
      Gibt an, wie lange die Sitzung dauern soll. Sie können die Felder kombinieren, um die genaue Dauer anzuzeigen.
      Felder:
      "Tage", "Stunden", "Minuten"
    • Nachverfolgungsebene
      Wählen Sie eine Zahl von 1 bis 10 aus, um die gewünschte Detailebene für die Nachverfolgung anzugeben. Wenn Sie die niedrigste Ebene (1) auswählen, wird der nur Name des Aufrufs in den Analysedaten für eine Sitzung aufgelistet. Die ausgewählte Ebene hat keine Auswirkungen auf die Daten, die in der Aufrufauflistung aufgeführt sind (Antwortzeiten und Datenmenge). Wenn Sie die Daten der Aufrufauflistung mit einer höheren Detailebene anzeigen möchten, müssen Sie eine höhere Nachverfolgungsebene auswählen, damit mehr Details erfasst und angezeigt werden. Für jede zusätzliche Nachverfolgungsebene, die ausgewählt wird, wird eine weitere Ebene zur Strukturansicht hinzugefügt, die für jeden Aufruf verfügbar ist. Die Nachverfolgungsebene 10 entspricht allen verfügbaren Ebenen. Die Informationen, die in der Strukturansicht für einen bestimmten Anruf angezeigt werden, variieren abhängig von der Komplexität des Anrufs. Eine höhere Nachverfolgungsebene erfasst mehr Fortschrittsdetails, belegt jedoch mehr Ressourcen.
    • Einzelne Benutzer nachverfolgen
      Zeigt an, ob Informationen zu einzelnen Benutzern und ihren Aktionen in
      Classic PPM
      aufgezeichnet werden.
    • Daten unmittelbar nach Abschluss analysieren
      Zeigt an, dass die Analyse der Daten unmittelbar nach Beendigung der Sitzung ausgeführt wird.
    • Antwortzeit - Perzentil
      Legt das Perzentil für die Anzeige der längsten Antwortzeiten fest. Beispiel: Wenn Sie 90 Prozent angeben, werden nur die Antwortzeiten angezeigt, die unter dem 90. Perzentil liegen. Die 10 Prozent der Antwortzeiten, die über dem 90. Perzentil liegen, werden nicht bearbeitet.
  5. Speichern Sie die Änderungen.
Beenden von Fortschrittsverfolgungs-Sitzungen
Ein Administrator mit entsprechenden Berechtigungen kann eine Sitzung jederzeit manuell anhalten. Sie müssen eine Sitzung nicht selbst erstellt oder gestartet haben, um sie zu beenden.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Öffnen Sie "Fortschritt", und klicken Sie auf "Fortschrittsverfolgung".
  3. Klicken Sie in der Zeile, die die Sitzung enthält, auf "Anhalten".
Beenden von Fortschrittsverfolgungs-Sitzungen für einen Dienst
Ein Administrator mit den entsprechenden Berechtigungen kann eine Lsitungsverfolgungs-Sitzung für einen DIenst jederzeit manuell anhalten, ohne dabei die Sitzung selbst anzuhalten.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Öffnen Sie "Fortschritt", und klicken Sie auf "Fortschrittsverfolgung".
  3. Klicken Sie auf den Namen der Sitzung.
  4. Suchen Sie im Bereich "Dienste" den Dienst, dessen Sitzung Sie beenden möchten, und klicken Sie auf die
    Verknüpfung "Abbrechen", die sich in der Zeile befindet.
Anzeigen der Sitzungsergebnisse
Sie können die Ergebnisse einer Leistungsverfolgungs-Sitzung anzeigen, nachdem die Sitzung analysiert wurde. Die Antwortzeiten für die Daten und die Datenmengen für jeden Aufruf des Servers sind aufgelistet. Die Informationsmenge, die in der Auflistung angezeigt wird, hängt von der ausgewählten Nachverfolgungsebene ab. Sie können einen Aufruf in der Liste erweitern, um zusätzliche Informationen anzuzeigen.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Öffnen Sie "Fortschritt", und klicken Sie auf "Fortschrittsverfolgung".
  3. Klicken Sie in der Zeile, die die Sitzung enthält, auf "Ergebnisse anzeigen".
    Die Seite "Ergebnisse" wird angezeigt. Auf der Registerkarte "Übersicht" werden die Eigenschaften, die ursprünglich für die Sitzung festgelegt waren, und die Statistik für einen ausgewählten Dienst angezeigt.
  4. Wenn mehrere Dienste ausgeführt werden, wählen Sie im Feld Dienst den Dienst aus, für den die
    Ergebnisse angezeigt werden sollen.
  5. Klicken Sie auf die Registerkarte "Analyse".
Vergleichen von Sitzungen
Sie können die Ergebnisse von jeder Sitzung in der Liste vergleichen. Vergleiche können für unterschiedliche Sitzungen für den gleichen Dienst oder für verschiedene Dienste erstellt werden. Die Analyse der ersten Sitzung wird auf der Registerkarte "Analyse" im Standardformat angezeigt. Der Vergleich mit der zweiten Sitzung wird als prozentuale Zunahme oder Abnahme dargestellt. Sie folgt unmittelbar auf jeden Statistikwert, der für die erste Sitzung angezeigt wird.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Öffnen Sie "Fortschritt", und klicken Sie auf "Fortschrittsverfolgung".
  3. Wählen Sie in der Liste der Sitzungen die beiden Sitzungen aus, die Sie vergleichen möchten, und klicken Sie auf "Vergleichen".
    Die Seite "Vergleich" wird angezeigt.
    Im Bereich "Sitzungen" auf der Seite wird angezeigt, welche Sitzung die Ausgangssitzung und welche die Vergleichssitzung ist. Um einen anderen als den Standarddienst für eine Sitzung auszuwählen, klicken Sie auf die Drop-down-Liste in der Spalte
    "Dienst".
  4. Klicken Sie auf "Vergleich umkehren", um die Reihenfolge der Ausgangs- und Vergleichssitzung zu ändern.
  5. Verwenden Sie den Listenfilter im Bereich "Fortschrittsanalyse - Filter", um die Daten einzugrenzen, die in der Liste angezeigt werden.
Verwalten von Speicher
Es ist wichtig, jedem Server in einem
Classic PPM
-Cluster ausreichend physischen Arbeitsspeicher zuzuordnen. Der erforderliche physische Speicherbedarf ist davon abhängig, wie der Cluster konfiguriert ist, welche Dienste ausgeführt werden und wie viele Benutzer vom Cluster unterstützt werden.
Der installierte physische Arbeitsspeicher auf dem Server muss größer sein als der tatsächlich von
Classic PPM
belegte Speicher. Verlassen Sie sich nicht auf virtuellen Speicher, da sich das System durch den Speicheraustausch zwischen Betriebssystem und Datenträger beträchtlich verlangsamt, sodass die Leistung beeinträchtigt wird.
Überwachen von Speicherverbrauch und -leistung
Mithilfe von Befehlen wie "top" oder "prstat" können Sie unter UNIX die Arbeitsspeichernutzung für jeden Prozess oder den Server insgesamt überwachen.
Verwenden Sie Microsoft Windows-Umgebungen den "Windows Task-Manager". Öffnen Sie die Registerkarte
Prozess, um die Arbeitsspeichernutzung pro Prozess anzuzeigen, oder die Registerkarte
Fortschritt, um die Arbeitsspeicherkonfiguration und -nutzung für den gesamten Server anzuzeigen.
Weitere Informationen zur Verwendung des Task-Manager finden Sie in der Microsoft Windows-Hilfe zum Task-Manager.
Zuordnen von genügend Arbeitsspeicher
Wie bei allen anderen Anwendungen ist es wichtig, jedem Server in einem
Classic PPM
-Cluster genügend physischen Arbeitsspeicher zuzuordnen. Der erforderliche physische Speicherbedarf ist davon abhängig, wie der Cluster konfiguriert ist. Bedenken Sie beispielsweise, welche Dienste auf dem Server ausgeführt werden und welchen Umfang die zu unterstützende Implementierung aufweist. Sie sollten folgende Regel berücksichtigen: Der installierte physische Arbeitsspeicher auf dem Server muss größer sein als der tatsächlich von
Classic PPM
belegte Speicher. Verlassen Sie sich nicht auf virtuellen Speicher, da sich die Anwendung durch den Speicheraustausch zwischen Betriebssystem und Datenträger beträchtlich verlangsamt, sodass die Leistung beeinträchtigt wird.
  • Mithilfe von Befehlen wie "top" oder "prstat" können Sie die Arbeitsspeichernutzung unter Unix für jeden Prozess oder den Server insgesamt überprüfen.
  • Verwenden Sie Microsoft Windows-Umgebungen den "Windows Task-Manager". Öffnen Sie die Registerkarte "Prozess", um die Arbeitsspeichernutzung pro Prozess anzuzeigen, oder die Registerkarte "Fortschritt", um die Arbeitsspeicherkonfiguration und -nutzung für den gesamten Server anzuzeigen.
Anweisungen zum Ändern der Arbeitsspeicherzuordnung für andere Dienste wie Oracle und Microsoft SQL Server finden Sie in der entsprechenden Administrationsdokumentation.
Bevor Sie die Speichereinstellungen ändern, beenden Sie den Dienst. Starten Sie ihn neu, nachdem Sie die Speichereinstellungen geändert haben.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Wählen Sie den jeweiligen Server über "Cluster - Server" aus.
  3. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Um den Arbeitsspeicher auf dem Anwendungsserver anzupassen, wählen Sie die Registerkarte "Anwendung" aus.
    • Um den Arbeitsspeicher auf dem Hintergrundserver anzupassen, wählen Sie die Registerkarte "Hintergrund" aus.
  4. Geben Sie die neue Arbeitsspeicherzuordnung im Feld "Java VM-Parameter" ein, und speichern Sie die Einstellungen.
  5. Wählen Sie die Registerkarte "Dienste" aus.
  6. Starten Sie die Anwendungs- und Hintergrunddienste neu.
Beschränken der Arbeitsspeichernutzung durch Microsoft SQL Server
Microsoft SQL Server belegt mit der Zeit den gesamten verfügbaren physischen Systemspeicher (und mehr). Dadurch verlangsamt sich die Seitenauslagerung auf Betriebssystemebene deutlich. Beschränken Sie als Best Practice die erforderliche Zuordnung von Arbeitsspeicher für Microsoft SQL Server.
Abhängig von der Version können Sie ungefähr 200 MB Arbeitsspeicher für das Betriebssystem reservieren. Gehen Sie davon aus, dass Microsoft SQL Server die einzige ausgeführte Anwendung ist. Ordnen Sie 90 Prozent des verbleibenden Systemspeichers an Microsoft SQL Server zu. Beispiel: Ihr System hat 2 GB Arbeitsspeicher. Nachdem Sie den BS-Arbeitsspeicher zuweisen, stehen Ihnen ungefähr 1,8 GB zur Verfügung. Ordnen Sie ca. 1,6 GB (90 Prozent von 1,8) an Microsoft SQL Server zu.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Öffnen Sie die Microsoft SQL Server Enterprise Manager-Anwendung, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server, und wählen Sie "Eigenschaften" aus.
  2. Wählen Sie die Registerkarte "Arbeitsspeicher" aus. Verwenden Sie den Schieberegler, um die Einstellung im Bereich "SQL Server-Arbeitsspeicher dynamisch konfigurieren" in die berechnete maximale Einstellung zu ändern.
  3. Klicken Sie auf "OK", um die Änderungen zu bestätigen.
Weitere Informationen zur Systemkonfiguration für Microsoft SQL Server finden Sie auf der Microsoft TechNet-Website.
Anpassen der Arbeitsspeicherzuordnung
Bevor Sie die Arbeitsspeicherzuordnung für
Classic PPM
oder einen Hintergrunddienst anpassen, halten Sie zunächst den Dienst an. Starten Sie nach der Anpassung des Arbeitsspeichers den Dienst neu. Informationen zum Ändern der Arbeitsspeicherzuordnung für andere Dienste wie Oracle und Microsoft SQL Server finden Sie in der entsprechenden Administrationsdokumentation.
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Melden Sie sich bei CSA an.
  2. Öffnen Sie die Startseite, und klicken Sie auf "Server".
  3. Klicken Sie auf den Namen des Servers, für den Sie den Arbeitsspeicher anpassen möchten.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte "Dienste".
  5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben jedem Dienst, den Sie ändern möchten, und klicken Sie dann auf "Anhalten".
  6. Um die Speichereinstellungen für
    Classic PPM
    zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf die Registerkarte "Eigenschaften".
    2. Klicken Sie auf die Unterregisterkarte "Anwendung".
    3. Ändern Sie im Feld "Java VM-Parameter" die Arbeitsspeicherzuordnung, und speichern Sie die Einstellungen.
  7. Um die Speichereinstellungen für den Hintergrunddienst zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf die Registerkarte "Eigenschaften".
    2. Klicken Sie auf die Unterregisterkarte "Hintergrund".
    3. Ändern Sie im Feld "Java VM-Parameter" die Arbeitsspeicherzuordnung, und speichern Sie die Einstellungen.
  8. Klicken Sie auf die Registerkarte "Dienste".
  9. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben jedem geänderten Dienst, und klicken Sie auf "Anfang".
Sicherstellen von ausreichend I/O-Durchsatz für den Datenträger
Classic PPM
ist eine gemischte Umgebung mit folgenden Aktivitäten:
  • Onlinetransaktionsverarbeitung (Online Transactional Processing, OLTP)
    Eingabe von Zeitformularen, Eingabe von Finanztransaktionen, gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten, Planung der Kapazität usw.
  • Stapelverarbeitung
    "Transaktionen in Finanzen verbuchen", "Datamart-Extraktion" und "Finanzielle Ist-Aufwanddaten importieren".
  • Datenanalyse
    Berichte, Abfragen, Diagramme und Raster
Die meisten dieser Aktivitäten bedeuten eine relative hohe Lese-/Schreib-Last für den Datenbankserver. Lassen Sie als Best Practice den maximalen Durchsatz für diese Vorgänge zu. Konfigurieren Sie Ihren Datenbankserver mit der Datenträgerkonfiguration RAID 0+1. Bei dieser Konfiguration werden Datenträgerstriping und die entsprechenden Failovermechanismen bei Datenträgerfehlern bereitgestellt.
Optimieren der Datenbankleistung
Verwenden Sie diese Methoden, um die Datenbankserver zu analysieren eine und optimale Datenbankleistung sicherzustellen.
Analysieren des Oracle-Datenbankschemas
Sie können eine der folgenden Methoden verwenden, um das Datenbankschema zu analysieren:
  • Verwenden Sie den Oracle-Tabellenanalyseauftrag. Um diesen Auftrag zu planen, müssen Sie über folgende Berechtigungen verfügen:
    • Um diesen Auftrag auszuführen, benötigen Sie Zugriffsrechte oder müssen Mitglied der Gruppe "Berichts- und Auftragsadministrator" sein.
    • Um auf die Seite "Berichte und Aufträge" zugreifen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe "Auftragsbenutzer" sein.
      Führen Sie diesen Auftrag als Best Practice mindestens einmal pro Woche aus. Wählen Sie dafür Momente mit geringer Benutzeraktivität, z. B. nachts am Wochenende.
  • Verwenden Sie den Befehlszeilendienstprogramm-Befehl "admin db analyze". Im Allgemeinen muss diese Methode nicht zusätzlich zum Auftrag verwendet werden. Diese Methode führt den gleichen Analysebefehl aus wie der geplante Auftrag. Während der Anwendung eines Hotfix oder Patch-Release von
    Classic PPM
    kann es jedoch erforderlich sein, die Datenbank zu einem Zeitpunkt zu analysieren, zu dem
    Classic PPM
    nicht ausgeführt wird.
  • Direkte und asynchrone E/A-Vorgänge
    E/A-Vorgänge in UNIX- und Linux-Systemen durchlaufen normalerweise den Dateisystem-Cache. Obwohl dies an sich kein Problem darstellt, erfordert diese zusätzliche Verarbeitung Ressourcen. Eine Umgehung des Dateisystem-Cache reduziert die CPU-Anforderungen und gibt den Dateisystem-Cache für andere Dateivorgänge ohne Datenbankbezug frei. Vorgänge für Rohgeräte umgehen den Dateisystem-Cache automatisch.
    Wenn eine synchrone E/A-Anforderung an das Betriebssystem übergeben wird, wird die Verarbeitung blockiert, bis der Schreibvorgang abgeschlossen ist. Bei asynchronen E/A-Vorgängen wird die Verarbeitung fortgesetzt, während die E/A-Anforderung gesendet und verarbeitet wird. Dadurch können bei asynchronen E/A-Vorgängen manche der Leistungsengpässe im Zusammenhang mit E/A umgangen werden.
    Oracle kann sich mithilfe des Parameters FILESYSTEMIO_OPTIONS direkte und asynchrone E/A-Vorgänge auf unterstützten Plattformen zunutze machen. Mögliche Werte:
    • ASYNCH: Aktiviert, sofern möglich, asynchrone E/A.
    • DIRECTIO: Aktiviert, sofern möglich, direkte E/A.
    • SETALL: Aktiviert, sofern möglich, sowohl direkte als auch asynchrone E/A.
    • NONE: Deaktiviert sowohl direkte als auch asynchrone E/A.
    Best Practice
    : SETALL
  • Analysieren von AWR-Berichten
    Generieren Sie über Oracle einen AWR- oder Statspack-Bericht, und analysieren Sie ihn. Ermitteln Sie die Größe von PGA und SGA, und passen Sie sie bedarfsgerecht an.
    Ermitteln Sie die Anzahl der Switches im redo-Protokoll. Als Best Practice sollten es 2 bis 3 Switches pro Stunde sein.
Festlegen der CPU-Geschwindigkeit zur Verbesserung der Oracle 11g-Leistung
Das Optimierungsmodul in Oracle 11g verwendet CPU und Zählerwerte, um die Kosten einer Abfrage zu ermitteln. Außerdem versucht es, anhand der Lasteigenschaften des Systems die Gesamtlast zu reduzieren. Wenn die CPU-Geschwindigkeitseinstellung nicht festgelegt ist, ist die Leistung des Optimierungsmoduls mangelhaft. Um die CPU-Geschwindigkeit festzulegen, führen Sie den Befehl zum Erfassen der Systemstatistiken wie folgt aus:
execute dbms_stats.gather_system_stats('Start'); -- <some time delay while the database is under a typical workload> execute dbms_stats.gather_system_stats('Stop');
Festlegen zusätzlicher Oracle 11g-Parameter zur Verbesserung der Leistung
Die folgenden Parameter haben sich bei der Ausführung von
Classic PPM
mit Oracle 11g als leistungsverbessernd erwiesen. Dieser Parameter ist als optionaler
Optimierungs
parameter gedacht. Er sollte verwendet werden, um eine adäquate Datenbankleistung zu erreichen.
CURSOR_SHARING=FORCE Oracle init parameter
Wenn Sie diesen Parameter auf FORCE setzen, schreibt Oracle die ausgeführten Abfragen im Grunde genommen neu und ersetzt alle Literale durch Bindewerte. Wenn die ausgeführten Abfragen identisch sind (auch wenn die Werte unterschiedlich sind), wird nur eine gemeinsam genutzte Abfrage erstellt, die für alle Sitzungen freigegeben und verwendet werden kann. Dadurch wird ein Hard Parse in ein Soft Parse umgewandelt. Bei Soft Parsing wird der Shared Pool kürzer gesperrt (Latch) als bei Hard Parsing, sodass die Leistung verbessert wird. Beobachten Sie das Oracle-AWR in Bezug auf übermäßiges Abfrageparsing, um festzustellen, ob diese Einstellung für Ihre Anforderungen geeignet ist.
Analysieren des Microsoft SQL Server-Datenbankschemas
Ähnlich wie Oracle benötigt Microsoft SQL Server Tabellen- und Indexstatistiken, um SQL-Anweisungen effizient auszuführen. Als SQL Server-DBA müssen Sie einen SQL Server-Auftrag erstellen, um Statistiken und Neuindizierungen zu aktualisieren, und diesen Auftrag regelmäßig ausführen.
Aktivieren von parallelen Datamart-Prozessen
Die Datamart-Extraktion ist ein I/O-intensiver Auftrag, da inkrementelle Änderungen in den Transaktionstabellen ermittelt und in die Datamart-Berichterstellungstabellen geschrieben werden müssen. In einer üblichen Kundenumgebung ist genügend CPU-Leistung verfügbar, um mehrere parallele Prozesse zu starten, die parallel auf die Datenträger zugreifen und dadurch die Datamart-Laufzeiten insgesamt minimieren.
Sicherstellen des optimalen Dateilayouts für den Datenbankserver
Sowohl Oracle als auch Microsoft SQL Server zeigen eine deutlich bessere Leistung, wenn Tabellendateien von Indexdateien getrennt sind. Trennen Sie die Protokolldateien von den beiden anderen Dateiarten. Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein optimales Dateilayout für den Datenbankserver sicherzustellen:
  1. Speichern Sie die Tablespace-Datendateien der Oracle-Tabelle auf andere Datenträger als die Tablespace-Datendateien für den Index.
  2. Erstellen Sie separate Dateigruppen für Tabellen und Indizes, und speichern Sie sie auf unterschiedlichen Datenträgern.
  3. Migrieren Sie die Indizes in eine neue Indexdateigruppe.
Oracle-Tablespace-Datendateien
Es wird empfohlen, Automatic Segment Space Management (ASSM) mit autoextend zu verwenden, um die Speicherverwaltung innerhalb von Segmenten zu verbessern und zu automatisieren. ASSM bietet im Vergleich zu Freelist-Speicherverwaltung Vorteile in Bezug auf Verwaltbarkeit und Leistung. Weitere Informationen zu ASSM finden Sie in der Oracle-Dokumentation.
SQL Server-Tablespace-Datendateien
Erstellen Sie separate Dateigruppen für Tabellen und Indizes, und speichern Sie sie auf unterschiedlichen Datenträgern. Speichern Sie die Transaktionsprotokolle auf anderen Datenträgern.
Migrieren der
Classic PPM
-Indizes in eine neue Indexdateigruppe
Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Öffnen Sie Microsoft SQL Server Enterprise Manager.
  2. Sichern Sie die
    Classic PPM
    -Datenbank.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
    Classic PPM
    -Datenbank, und klicken Sie auf "Eigenschaften".
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte "Datendateien".
  5. Klicken Sie in die neue Zeile unter dem Dateinamen "
    Classic PPM
    _Data", und geben Sie die folgenden Informationen ein:
    • "
      Classic PPM
      _Idx" als Dateiname.
    • Den richtigen zweiten Datenträger für die Datei "
      Classic PPM
      _Idx_Data.NDF".
    • Einen Wert für "Zugeordneter Speicherplatz" (der Wert sollte mindestens 50 Prozent der Zuordnung der primären Datendatei betragen).
    • "IDX" neben "Dateigruppenname".
    Der eingegebene Name darf kein Microsoft SQL Server-Schlüsselwort wie "INDEX" sein.
    Ändern Sie keine weiteren Standardeinstellungen.
  6. Um die neue Datendatei und die neue Dateigruppe zu erstellen, klicken Sie auf "OK", wenn Sie alle Werte eingegeben haben.
  7. Um zu überprüfen, ob die Datendatei und Dateigruppe erstellt wurden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
    Classic PPM
    -Datenbank.
  8. Klicken Sie auf die Registerkarte "Datendateien", und überprüfen Sie, ob die neue Datendatei erstellt wurde. Überprüfen Sie, ob alle Werte, die Sie eingegeben haben, vorhanden sind und richtig eingegeben wurden.
  9. Klicken Sie auf die Registerkarte "Dateigruppen", und überprüfen Sie, ob die neu eingegebene Dateigruppe vorhanden ist. Die Standard-Dateigruppe sollte "PRIMARY" sein.
  10. Stellen Sie mithilfe von SQL Query Analyzer eine Verbindung mit der
    Classic PPM
    -Datenbank als niku db-Benutzer her.
  11. Führen Sie die gespeicherte Prozedur CMN_MIGRATE_MSSQL_INDEXES_SP mit der neuen Dateigruppe als Parameter aus:
    EXECUTE CMN_MIGRATE_MSSQL_INDEXES_SP 'IDX'
    Wenn diese gespeicherte Prozedur ausgeführt wird, werden alle Indizes aus der Dateigruppe PRIMARY in die Dateigruppe IDX auf dem zweiten Datenträger verschoben.
    Die Ausführung dieser gespeicherten Prozedur kann abhängig von der Größe der Datenbank viel Zeit in Anspruch nehmen.